Grimeton
14. August 2026 / Aug. 14th 2026
Zum Ende meiner Skandinavienreise führte mich mein Weg noch nach Grimeton. Allerdings hatte das Besucherzentrum bereits geschlossen, sodass ich den eigentlichen, nach seinem Erfinder Ernst Alexanderson benannten Maschinensender nicht besichtigen konnte. Von den ursprünglich zwei Alexanderson-Alternatoren ist heute noch einer erhalten. Er wird weiterhin betriebsfähig gehalten und bei besonderen Anlässen für Sendungen auf 17,2 kHz eingesetzt. Damit ist Grimeton das weltweit einzige noch erhaltene große Sendezentrum dieser Art aus der vor-elektronischen Ära der Funktechnik. 2004 wurde die Radiostation Grimeton von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.
Die zwischen 1922 und 1924 errichtete Sendeanlage war Teil eines transatlantischen Funknetzes und arbeitete auf 17,2 kHz. Von Grimeton aus wurde vor allem der Funkverkehr nach New York abgewickelt. Sechs jeweils 127 Meter hohe Stahltürme mit 46 Meter breiten Querträgern bilden die beeindruckende Antennenanlage. Die Masten stehen in einer Reihe mit jeweils 380 Metern Abstand, woraus sich eine Länge von über zwei Kilometern ergibt.
Da Teile des Geländes frei zugänglich sind, konnte ich immerhin noch unter den gewaltigen Antennentürmen hindurchwandern und die beeindruckende Konstruktion aus der Nähe bewundern.
Towards the end of my trip around Scandinavia, my journey took me to Grimeton. However, the visitor centre had already closed, so I was unable to visit the actual machine transmitter, named after its inventor, Ernst Alexanderson. Of the two original Alexanderson alternators, one still survives today. It is kept in working order and is used for broadcasts on 17.2 kHz on special occasions. This makes Grimeton the world’s only surviving large-scale transmission centre of its kind from the pre-electronic era of radio technology. In 2004, the Grimeton radio station was inscribed on the UNESCO World Heritage List.
The transmitting station, built between 1922 and 1924, was part of a transatlantic radio network and operated on 17.2 kHz. Grimeton was primarily used for radio communication with New York. Six steel towers, each 127 metres high and fitted with 46-metre-wide crossbars, form the impressive aerial array. The masts stand in a line, with a distance of 380 metres between each one, giving the installation a total length of more than two kilometres.
As parts of the site are freely accessible, I was at least able to walk beneath the enormous aerial towers and admire the impressive structure from close up.
Das Gebäude mit dem historischen Sender. Dahinter eine log-periodische Kurzwellenantenne der Amateur-Klubstation SK6SAQ.
The building housing the historic transmitter. Behind it is a log-periodic shortwave antenna belonging to the amateur radio club station SK6SAQ.
Die vom Sender kommende Antenneneinspeisung.
The aerial feed coming from the transmitter.
Gesamt- und Detailansicht der Antennen.
Overview and detailed view of the aerials.
Blick auf die über zwei Kilometer lange Anlage.
A view of the complex, which is over two kilometres long.
Blick nach oben, deutlich sichtbar der Weg quer über die Antennentraverse für Wartungsarbeiten. Über einen kleinen Metallkorb innerhalb des Mastes kann der Techniker nach oben gehievt werden.
Looking up, the path across the antenna cross-beam for maintenance work is clearly visible. The technician can be hoisted up using a small metal basket inside the mast.
Insgesamt acht jeweils 2,2 Kilometer lange Kupferdrähte bilden die Dachkapazität der Antenne. An den Türmen angebrachte senkrechte Leiter dienen als eigentliche Strahler.
A total of eight copper wires, each 2.2 kilometres long, make up the antenna’s roof capacitance. Vertical conductors attached to the towers serve as the actual radiators.
Kontakt: – Wichtige rechtliche Hinweise, bitte beachten: Impressum
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