24. Radiotag in Hilden

5. September 2026 / Sep. 5th 2026

museum

Anfang September war es wieder so weit. Radiobegeisterte aus ganz Deutschland und den Niederlanden fanden den Weg nach Hilden. Ich selbst traf diesmal erst gegen 12.30 Uhr ein und damit deutlich später als in den Vorjahren. Zahlreiche Teilnehmer waren bereits vor mir angekommen. Im Eingangsbereich und im Veranstaltungsraum herrschte wie üblich reges Treiben. Überall bildeten sich kleine Gesprächsrunden. Es wurde begrüßt, gefachsimpelt und über aktuelle Entwicklungen in der Radiowelt diskutiert. Für ausgedehnte Gespräche blieb allerdings kaum Zeit, denn das offizielle Programm sollte pünktlich beginnen.

At the beginning of September, it was that time of year again. Radio enthusiasts from all over Germany and the Netherlands made their way to Hilden. I myself didn't arrive until around 12:30 this time, considerably later than in previous years. Numerous participants had already arrived before me. As usual, there was a buzz of activity in the entrance area and the event hall. Small groups of people were chatting everywhere. People were greeting one another, talking shop and discussing the latest developments in the world of radio. However, there was hardly any time for lengthy conversations, as the official programme was due to start on time.

Christiane, Ulrike

Der Andrang war so groß, dass sich am Eingang sogar eine kleine Schlange bildete. Christiane und Ulrike hatten alle Hände voll zu tun.

Christiane, Ulrike

The turnout was so large that a small queue even formed at the entrance. Christiane and Ulrike had their hands full.

entrance space
entrance space
Martin van der Ven, Helmut Slawik, Wolf Brundtke

Martin van der Ven, Helmut Slawik, Wolf Brundtke

Ralf Zech, Kuno Taufenbach, Lukas Gasenzer, ?, ?

Ralf Zech, Kuno Taufenbach, Lukas Gasenzer, ?, ?
Gunnar Leonhard, Christian Bergmann

Gunnar Leonhard, Christian Bergmann

Jan Sundermann, Gunnar Leonhard, Stephan Kaiser

Jan Sundermann, Gunnar Leonhard, Stephan Kaiser

Gegen 13.10 Uhr eröffnete Jan Sundermann die Veranstaltung. Nach der Begrüßung der Gäste galt sein erster Dank Dr. Helmut Stein, der sein Technisches Museum QQTec erneut als Veranstaltungsort zur Verfügung gestellt hatte. Mit mehr als 50 Teilnehmern war die Veranstaltung noch besser besucht als im Vorjahr. Damit bestätigte sich, dass der Radiotag für viele Freunde des Rundfunks einen festen Platz im jährlichen Terminkalender hat.

Jan Sundermann opened the event at approximately 1:10 p.m. After welcoming the guests, he first thanked Dr. Helmut Stein, who had once again made his QQTec Technical Museum available as the venue. With more than 50 participants, the event was even better attended than the previous year. This confirmed that the Radioday has become a fixture in the annual calendar for many broadcasting enthusiasts

Jan Sundermann, Dr. Helmut Stein

Jan Sundermann, Dr. Helmut Stein

Publikum
Dr. Helmut Stein

Dr. Helmut Stein

Publikum

Gegen 13.25 Uhr übernahm Thomas Kircher das Mikrofon, um das Medienportal „FM Kompakt“ vorzustellen. Auf der Bühne wurde er dabei von Kuno Taufenbach und Jens Burkert unterstützt. Thomas Kircher beschränkte sich keineswegs darauf, die Entstehungsgeschichte des Portals zu erläutern. Vielmehr gewährte er den Zuhörern einen interessanten Einblick in die umfangreiche organisatorische Arbeit, die hinter den zahlreichen Besuchen bei Radiostationen in Deutschland und den angrenzenden Ländern steckt.

Für die Organisation solcher Reisen ist ein erheblicher Planungsaufwand notwendig. Kontakte müssen geknüpft, Übernachtungen gebucht, Termine abgestimmt und die einzelnen Programmpunkte sorgfältig koordiniert werden. Da auf den häufig mehrtägigen Touren oftmals gleich mehrere Radiostationen an einem Tag besucht werden, ist ein präziser Zeitplan unerlässlich. Thomas schilderte anschaulich, wie viel Engagement und Organisation erforderlich sind, um solche Unternehmungen erfolgreich umzusetzen. Der Blick hinter die Kulissen machte den Vortrag besonders interessant.

Around 1:25 p.m., Thomas Kircher took to the microphone to introduce the media portal "FM Kompakt." He was joined on stage by Kuno Taufenbach and Jens Burkert. Thomas Kircher did not confine himself merely to explaining the portal’s origins. Rather, he gave the audience an interesting insight into the extensive organisational work behind the numerous visits to radio stations in Germany and neighbouring countries.

Organising such trips requires a considerable amount of planning. Contacts must be established, accommodation booked, appointments arranged and the individual items on the programme carefully coordinated. As these tours – which often last several days – frequently involve visiting several radio stations in a single day, a precise timetable is essential. Thomas vividly described just how much commitment and organisation are required to successfully carry out such undertakings. This behind-the-scenes look made the presentation particularly interesting.

Thomas Kircher

Thomas Kircher

Jens Burkert, Kuno Taufenbach

Jens Burkert, Kuno Taufenbac
Thomas Kircher

Thomas Kircher

Thomas Kircher

Thomas Kircher

Nahtlos ging der Vortrag gegen 13.45 Uhr in einen weiteren Programmpunkt über. Jens Burkert berichtete über eine besondere Gedenksendung von Radio Bavaria International, die am 8. August 2026 vom Schwarzenstein ausgestrahlt worden war.

Im Mittelpunkt stand dabei die Erinnerung an die Anfangszeit von Radio Bavaria International und zugleich das Gedenken an den kurz zuvor verstorbenen Mitbegründer Jürgen von Wedel. Er hatte sich zunächst selbst an den Planungen für das Projekt beteiligt. Nach seinem Tod entschieden sich die Verantwortlichen, die Sendung als Hommage an den Radiopionier zu verwirklichen.

Technisch war ein solches Vorhaben recht anspruchsvoll. Mit wenigen Personen musste die gesamte Sendeausrüstung auf den über 3.360 Meter hohen Schwarzenstein geschafft werden. Trotz zusätzlicher, unvorhergesehener Probleme wurde die Berghütte rechtzeitig erreicht. Am nächsten Tag ging es die letzten Meter nach oben. Bei strahlendem Wetter verlief die eigentliche Sendung problemlos und konnte in weiten Teilen Bayerns erfolgreich empfangen werden.

Trotz aller Schwierigkeiten scheint das Team um Jens Gefallen an dieser Art von Projekt gefunden zu haben. Für den Sommer 2027 plant man bereits das „Radio Brenner Revival Weekend“.

The presentation transitioned seamlessly into another program item at approximately 1:45 p.m. Jens Burkert spoke about a special commemorative programme by Radio Bavaria International, which had been broadcast from Schwarzenstein on 8 August 2026.

The focus was on recalling the early days of Radio Bavaria International and, at the same time, paying tribute to its co-founder, Jürgen von Wedel, who had recently passed away. He had initially been involved in the planning of the project himself. Following his death, those in charge decided to go ahead with the programme as a tribute to the radio pioneer.

Technically, such a project was quite challenging. With just a few people, the entire broadcasting equipment had to be carried up to the Schwarzenstein, a mountain which stands at over 3,360 metres. Despite additional, unforeseen problems, the team reached the mountain hut in good time. The next day, the final stretch to the top was undertaken. In glorious weather, the actual broadcast went off without a hitch and was successfully received across large parts of Bavaria.

Despite all the difficulties, Jens' team seems to have taken a liking to this type of project. They are already planning the "Radio Brenner Revival Weekend" for the summer of 2027.

Jens Burkert

Jens Burkert

Jens Burkert

Jens Burkert
Jens Burkert

Jens Burkert

Die verwendete Technik für die Sendung vom Schwarzenstein.
The equipment used for the Schwarzenstein broadcast.

equipment used for the Schwarzenstein broadcast
xx
xx

Nach den beiden ersten Programmpunkten war eine Pause vorgesehen. Natürlich bedeutete das keineswegs eine Unterbrechung der Veranstaltung im eigentlichen Sinne. Im Gegenteil: Die Zeit wurde intensiv für persönliche Gespräche und Fachsimpeleien genutzt. Gerade diese Mischung aus Vorträgen und persönlichem Austausch macht den Reiz des Radiotages aus.

A break was scheduled after the first two program items. Of course, this by no means meant an interruption of the event in the true sense. On the contrary: the time was used intensively for personal conversations and professional discussions. It is precisely this mix of presentations and personal exchange that makes the Radio Day so appealing.

during the break

Während der Pause

Frank Leonhardt, Stephan Kaiser, Wolf Brundtke

Frank Leonhardt, Stephan Kaiser, Wolf Brundtke
during the break

during the break

Herbert Visser, Helmut Slawik, Martin van der Ven

Herbert Visser, Helmut Slawik, Martin van der Ven
Während der Pause

Während der Pause

Thomas Kircher, Stephan Munder

Thomas Kircher, Stephan Munder
tephan Kaiser, Benjamin Rotzler, ?, Jochen Schemm

Stephan Kaiser, Benjamin Rotzler, ?, Jochen Schemm

Werner Tschoepe, Christof Ueberschaar

Werner Tschoepe, Christof Ueberschaar
Jürgen Schmidt, Jens Burkert

Jürgen Schmidt, Jens Burkert

Paul Meier, Jürgen Lohuis

Paul Meier, Jürgen Lohuis

Nach der Pause stand mit Ferry Eden ein regelmäßiger Besucher des Radiotags und bekanntes Gesicht der europäischen Radiolandschaft auf dem Programm. Sein neues Buch über Radio Monique war erst wenige Tage zuvor erschienen. Gemeinsam mit Martin van der Ven blickte er auf seine Zeit bei diesem Offshore-Sender zurück. Seine Erzählungen aus erster Hand ließen für viele von uns die Atmosphäre jener Jahre wieder lebendig werden.

After the break, Ferry Eden, a regular attendee of Radioday and a familiar face in the European radio landscape, took to the stage. His new book about Radio Monique had been published just a few days earlier. Together with Martin van der Ven, he looked back on his time at this offshore station. His first-hand accounts brought the atmosphere of those years vividly back to life for many of us.

Ferry Eden

Ferry Eden

Ferry Eden, Martin van der Ven

Ferry Eden, Martin van der Ven
Ferry Eden

Ferry Eden

sein neues Buch / his new book

Ferry Eden
Ferry Eden

Ferry Eden

Ferry Eden

Signierstunde / signing session

Gegen 16.40 Uhr folgte der nächste Höhepunkt des Nachmittags. In einem ausführlichen Interview berichtete Helmer Litzke über seine bemerkenswerte Laufbahn im Rundfunk. Als Moderator war er bereits in der Anfangsphase des privaten Hörfunks in Deutschland dabei und erlebte damit eine Zeit, in der sich die Radiolandschaft grundlegend veränderte.

Sein beruflicher Weg führte ihn zu unterschiedlichen Stationen, darunter Charivari Radio, RTL Radio und später Schwarzwald Radio. Im Gespräch ließ er die verschiedenen Stationen seiner Karriere Revue passieren und erzählte von Begegnungen, besonderen Situationen und Erlebnissen aus dem Alltag eines Radiomoderators.

Besonders unterhaltsam waren die zahlreichen Anekdoten, mit denen Litzke seine Schilderungen würzte. Dabei wurde deutlich, wie unterschiedlich die Arbeitsbedingungen bei den verschiedenen Sendern sein konnten und wie sehr sich die Radiowelt im Laufe der Jahrzehnte verändert hat. Die Zuhörer erhielten nicht nur einen Einblick in die beruflichen Stationen eines erfahrenen Radiomachers, sondern auch in die persönlichen Erlebnisse, die hinter einer langen Radiokarriere stehen.

Around 4:40 p.m., the next highlight of the afternoon followed. In a detailed interview, Helmer Litzke spoke about his remarkable career in broadcasting. He had been working as a presenter since the early days of commercial radio in Germany and had thus witnessed a period in which the radio landscape underwent fundamental change.

His career path led him to various stations, including Charivari Radio, RTL Radio, and later Schwarzwald Radio. During the interview, he looked back on the different stages of his career and spoke about encounters, special situations, and experiences from the daily life of a radio presenter.

Particularly entertaining were the numerous anecdotes with which Litzke spiced up his accounts. They vividly illustrated just how different working conditions could be at the various stations and how much the world of radio has changed over the decades. The audience gained not only an insight into the career milestones of an experienced radio producer, but also into the personal experiences that lie behind a long career in radio.

Helmer Litzke

Helmer Litzke

Helmer Litzke, Martin van der Ven

Helmer Litzke, Martin van der Ven
Helmer Litzke, Martin van der Ven

Helmer Litzke, Martin van der Ven

Gunnar Leonhard, Helmer Litzke

Gunnar Leonhard, Helmer Litzke

Nach einer weiteren Pause näherte sich der Veranstaltungstag bereits seinem Ende. Gegen 18.20 Uhr stand mit Herbert Visser noch ein Referent auf dem Programm, der schon seit Jahren den Abschluss des Radiotags bildete.

Mit seiner lebhaften Art, fundierten Analysen und zahlreichen Hintergrundinformationen verstand er es erneut, die Zuhörer in seinen Bann zu ziehen. Sein Vortrag beschränkte sich dabei nicht auf eine reine Bestandsaufnahme der Radiolandschaft, sondern vermittelte auch Einblicke in wirtschaftliche, politische und medienstrategische Zusammenhänge.

Für seinen diesjährigen Auftritt hatte Herbert eine umfangreiche PowerPoint-Präsentation vorbereitet. Angesichts der fortgeschrittenen Stunde kündigte er jedoch an, sich möglichst kurz zu fassen. So wurden die vorbereiteten Folien in zügigem Tempo präsentiert. Das erwies sich als durchaus sinnvoll, denn dadurch blieb genügend Zeit, um auf Hintergründe und Entwicklungen einzugehen, die sich nicht mit wenigen Stichworten zusammenfassen lassen. Sein Vortrag bildete damit einen gelungenen Abschluss des offiziellen Programms.

After another break, the day's events were drawing to a close. Around 6:20 p.m., Herbert Visser, who had been the closing speaker of the Radio Day for many years, was scheduled to take to the stage.

With his lively style, insightful analyses, and wealth of background information, he once again managed to captivate his audience. His talk was not limited to a mere overview of the radio landscape, but also provided insights into economic, political, and media-strategy contexts.

Herbert had prepared a comprehensive PowerPoint presentation for his appearance this year. However, given the late hour, he announced that he would keep his remarks as brief as possible. The prepared slides were therefore presented at a brisk pace. This proved to be a sensible approach, as it left sufficient time to go into background information and developments that couldn't be summarized in just a few keywords. His talk thus provided a fitting conclusion to the official program.

Herbert Visser

Herbert Visser

Herbert Visser

Herbert Visser

Veronica transmitting crystal

Herbert Visser hatte uns dieses Mal aber nicht nur Informationen mitgebracht, sondern auch den Original-Sendekristall von Radio Veronica.

Veronica transmitting crystal

This time, Herbert Visser not only shared information, but also brought the original transmitting crystal from Radio Veronica with him.

Kurz nach 19 Uhr konnte Jan Sundermann die Veranstaltung beenden. Damit ging ein abwechslungsreicher Nachmittag zu Ende, der ein breites Interessenspektrum innerhalb der Radiogemeinschaft abgedeckt hatte.

Shortly after 7 p.m., Jan Sundermann was able to conclude the event. This brought to a close a varied afternoon that had covered a broad range of interests within the radio community.

group photograph

Gruppenfoto der Referenten und Organisatoren
Group photo of the speakers and organizers
Kuno Taufenbach, Jens Burkert, Martin van der Ven, Jan Sundermann, Herbert Visser, Thomas Kircher, Helmer Litzke, Dr. Helmut Stein, Wolf Dieter Roth

Für einen Teil der Teilnehmer war der Tag nach dem offiziellen Ende noch nicht ganz vorbei. Bei einem gemeinsamen Abendessen in einem griechischen Restaurant ließ man die Veranstaltung in geselliger Runde ausklingen. Hier bot sich noch einmal Gelegenheit, die Eindrücke des Tages zu diskutieren, alte Geschichten aufzufrischen und bereits über kommende Treffen und neue Projekte zu sprechen.

Der 24. Erkrather Radiotag war damit erneut eine rundum gelungene Veranstaltung. Ein besonderer Dank gilt Jan Sundermann und Martin van der Ven für die Organisation sowie Dr. Helmut Stein für die Bereitstellung der Räumlichkeiten. Schon jetzt darf man gespannt sein, welche Themen und Gäste beim 25. Erkrather Radiotag auf uns warten.

For some of the participants, the day wasn't quite over after the official end. They rounded off the event in a convivial dinner at a Greek restaurant. This provided another opportunity to discuss the day's highlights, reminisce about old times, and talk about future meetings and new projects.

The 24th Erkrath Radio Day was once again a resounding success. Special thanks go to Jan Sundermann and Martin van der Ven for the organization, and to Dr. Helmut Stein for providing the venue. We eagerly anticipate the topics and guests that await us at the 25th Erkrath Radio Day.

Kontakt:  –  Wichtige rechtliche Hinweise, bitte beachten: Impressum